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Warum wir uns für einen fairen Welthandel einsetzen

Eine umkämpfte Ordnung: die Zuckermarktordnung

Die Folgen des WTO-Urteils für die AKP-Staaten und die Least Developed Countries

Die Folgen des WTO-Urteils für die europäische Zuckerwirtschaft

Verlust von Arbeitsplätzen, Bedrohung der europäischen Kulturlandschaft

Der vermeintlich billige Zucker aus Brasilien

"Freier" Welthandel: Entwicklungshilfe für die Zuckerbarone

EU verschärft die Situation durch unbegründete Preisreduktionen

Die RÜBENBAUERN wehren sich - für einen fairen Wettbewerb für fairen Zucker

Die Initiative schwarz oder weiß mit FAIRTRADE

Eine alternative ZMO: Kooperation mit AGEZ

Die Forderungen der RÜBENBAUERN




Warum wir uns für einen fairen Welthandel einsetzen

DIE RÜBENBAUERN setzen sich für einen fairen globalen Wettbewerb und damit auch für fair produzierten Zucker ein. Die RÜBENBAUERN möchten in Europa und in den Entwicklungsländern eine sozial, ökologisch und ökonomisch verträgliche Zuckerproduktion und Zuckerverarbeitung erhalten bzw. aufbauen. In den Entwicklungsländern soll das Überleben der Kleinbauernfamilien sichergestellt, Monokulturen verhindert und eine eigenständige Wertschöpfungskette für den Zucker etabliert werden. In Europa geht es um die Forcierung einer nachhaltigen und extensiven landwirtschaftlichen Produktion. In Europa produzierter Zucker soll in Europa seinen Absatzmarkt finden können. DIE RÜBENBAUERN erkennen ihre Verantwortung für die Pflege der Kulturlandschaft Europas und möchten sicherstellen, dass die Zuckerrüben anbauenden Landwirte diese Aufgabe auch in Zukunft erfüllen können.

Der faire Zuckermarkt wird aktuell von der Zuckermarktpolitik der Welthandelsorganisation (WTO) und der Europäischen Union torpediert. Im Zusammenhang mit der durch internationale Verpflichtungen unbestritten notwendigen Reform der Zuckermarktordnung (ZMO) verfolgen WTO und Europäische Union eine verfehlte Agrarpolitik, die zu einer Zerstörung der europäischen Zuckerproduktion und zu einer weiteren Verelendung der Zucker produzierenden Kleinbauern in den Entwicklungsländern der Erde führen wird. Um diese Entwicklung zu verhindern, kooperiert die Vereinigung DIE RÜBENBAUERN mit den entwicklungspolitischen Initiativen AGEZ Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit (www.oneworld.at/agez/) und FAIRTRADE (www.fairtrade.at).



Eine umkämpfte Ordnung: die Zuckermarktordnung

Der europäische Zuckermarkt wird durch die Zuckermarktordnung (ZMO) der Europäischen Union reguliert. Die ZMO bestimmt die Produktionsquoten, legt die dafür zu erzielenden Preise fest und sie reguliert die Importe in die EU (Außenhandelsschutz). Über den Außenhandelsschutz werden die sozialen und ökologischen Standards der europäischen Zuckerproduktion geschützt, da die EU-Zuckerpreise im Gegensatz zu den Weltmarktpreisen die realen Produktionskosten decken. Die ZMO hat aber auch positive Wirkungen für Zuckerproduzenten aus Entwicklungsländern: Sie ermöglicht derzeit noch den Import und Re-Export von Zucker aus den AKP-Staaten (afrikanischer, karibischer, pazifischer Raum) zu einem fairen kostendeckenden Preis, der über dem Weltmarktpreis für Zucker liegt. Dieser so genannte "AKP-Präferenzimport" war ein erster Schritt für den Aufbau einer sozial und ökologisch verantwortlichen Zuckerproduktion und Zuckerverarbeitung in den AKP-Staaten, darunter einige Least Developed Countries (LDC).

Die Handelspolitik der WTO möchte in allen Bereichen des Handels mit Waren und Dienstleistungen einen unregulierten Weltmarkt etablieren. Deshalb bekämpft die WTO die europäische Zuckermarktordnung (ZMO). Die EU, aufgefordert, dieser Marktliberalisierung entgegenzutreten und die sozialen und ökologischen Standards zu schützen, arbeitet der Liberalisierungspolitik zu, anstatt sie zu bekämpfen und Alternativen für eine faire globale Zuckerwirtschaft umzusetzen.


Die Rolle der WTO und der EU im globalisierten Zuckermarkt
Am Beginn der Auseinandersetzungen um eine Deregulierung des Welthandels mit Zucker steht eine Klage der Zuckerproduzenten Brasiliens, Thailands und Australiens vor dem WTO-Schiedsgericht. Die WTO gelangt in ihrem Urteil vom 28. April 2005 zu der Auffassung, dass der Export europäischen C-Zuckers (Zucker über der Höchstquote) zu Weltmarktpreisen nur durch überhöhte Preise für die Kontingente der A- und B-Quoten ermöglicht wird. Die WTO sieht darin eine unzulässige Wettbewerbsverzerrung und versteckte Subventionierung des C-Zuckers. Sie verlangt von der EU entsprechend eine Reduktion der Zuckerexporte um 70 bis 80 %. Bisher bringen die europäischen Zuckerproduzenten jährlich rd. 5,3 Mio. Tonnen Zucker auf den Weltmarkt, darunter sind 1,2 Mio. Tonnen B-Zucker, 2,4 Mio. Tonnen C-Zucker und weitere 1,6 Mio. Tonnen AKP-Zucker. Nach der Entscheidung des WTO-Schiedsgerichts können nun insgesamt nur noch rd. 1,2 Mio. Tonnen Zucker aus der EU auf den Weltmarkt gebracht werden.
Die österreichischen Produzenten verlieren damit eine Exportmenge von rd. 50.000 Tonnen. Dieser Verlust kann durch die von der österreichischen Agrana und den RÜBENBAUERN initiierte Verarbeitung von Zuckerrüben zu Treibstoff auf Bio-Ethanol-Basis aufgefangen werden. Die Bioethanol-Anlage in Pischelsdorf/Niederösterreich wird bereits im Oktober 2007 ihren Betrieb aufnehmen.
Jedoch sind die Folgen des WTO-Urteils für die europäische Zuckerwirtschaft und die Zuckerproduzenten in den ärmsten Ländern der Erde (Least Developed Countries, LDC) verheerend. Das WTO-Urteil bedeutet de facto ein Exportverbot für C-Zucker aus der EU.

Die EU reagiert mit verfehlten Zugeständnissen an die WTO-Politik auf diese Herausforderung. Die für den Zuckermarkt zuständige Generaldirektion Landwirtschaft hat der Europäischen Kommission radikale Preissenkungen vorgeschlagen, um den Forderungen der WTO nach einer umfassenden Marktliberalisierung zu begegnen. Preisreduktionen führen aber dazu, dass der europäische Zucker nicht mehr konkurrenzfähig wird und die europäischen Bauern die Anbau von Zuckerrüben aufgeben müssen. Denn der Weltmarktpreis für Zucker, der von der Dumpingproduktion in Brasilien diktiert wird, deckt die Produktionskosten nicht.



Die Folgen des WTO-Urteils für die AKP-Staaten und die Least Developed Countries

Für die AKP-Staaten und die LCD bedeutet das Exportverbot von C-Zucker aus der EU - dies ist de facto die Folge des WTO-Urteils vom 28. April 2005 - dass sie größere Zuckermengen als bisher über den Weltmarkt zu entsprechend niedrigen Preisen absetzen müssen, da die EU ihre Kontingente künftig nicht mehr zu dem höheren Preis übernehmen wird. Die am Weltmarkt gezahlten Preise decken jedoch nicht die realen Produktionskosten des Zuckers. Die Zuckerproduktionen vieler AKP-Staaten und der LDC sind am Weltmarkt damit nicht mehr konkurrenzfähig. Der Weltmarkt für Zucker wird von den Zuckerproduzenten in Brasilien dominiert, wo Großproduzenten auf Grund einer brutalen Ausbeutung von Mensch und Natur den Zucker zu Preisen von 150,00 bis 200,00 EUR je Tonne anbieten können. Eine sozial und ökologisch verantwortungsbewusste Zuckerproduktion kann damit nicht konkurrieren.



Die Folgen des WTO-Urteils für die europäische Zuckerwirtschaft

Das WTO-Urteil vom 28. April 2005 hat tiefgreifende Folgen für die europäischen Rübenbauern. Die von der WTO geforderten Reduktionen der Zuckerproduktion und der Wegfall der C-Quote bewirkt die Schließung von mindestens 30 Zuckerfabriken, ca. 400.000 ha Zuckerrübenanbaufläche werden verloren gehen, das ist in etwa das zehnfache der österreichischen Produktion. DIE RÜBENBAUERN schätzen den Verlust durch die Quotenreduktion, den Wegfall der AKP-Exporte und durch erwartbare Preissenkungen in Österreich auf 37 Mio. EUR. Ein Viertel der europäischen Rübenbauern wird die Produktion einstellen müssen, das sind rd. 100.000 bäuerliche Familien.



Verlust von Arbeitsplätzen, Bedrohung der europäischen Kulturlandschaft

Die mit dem WTO-Urteil verbundenen Quotenreduktion, der Wegfall der AKP-Exporte und die zu erwartenden Preissenkungen bewirken einen Verlust von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft und in der Zuckerwirtschaft. Die Zuckerindustrie und verbundene Sektoren wie die Lebensmittelindustrie sind betroffen. Einer Studie der US-amerikanischen Landle-Mill-Cooperation zu Folge hängen an jedem Arbeitsplatz in der Zucker verarbeitenden Industrie zwei bis drei weitere Arbeitsplätze in verbundenen Sektoren. Es sind vorwiegend Arbeitsplätze in ländlichen Regionen, die damit verloren gehen. In der EU sichert der Rübenanbau derzeit noch die Existenz von 350.000 landwirtschaftlichen Betrieben, 220 Zuckerfabriken und gibt rund 300.000 Beschäftigten in vor und nach gelagerten Bereichen Arbeit. In Österreich wären rund 10.000 Rübenbauern und 3.000 Beschäftigte betroffen.
In Regionen mit geringen Rübenerträgen würde die Umsetzung der Pläne von WTO und EU-Kommission das Ende vieler Vollerwerbsbetriebe nach sich ziehen. Besonders schwer trifft dies Regionen des Weinviertels und grenznaher Gebiete, die aufgrund ihrer topographischen und klimatischen Situation ohnehin benachteiligt sind. Investitionen in nachgelagerten Bereichen der Landwirtschaft fielen dann ebenfalls weg.
Europa verliert durch die Kürzungen außerdem seinen Status als Selbstversorger mit Zucker. Es ist zu erwarten, dass der europäische Markt mit vermeintlich billigem Zucker vor allem aus Brasilien überschwemmt werden wird. Dies bedroht die lebendige Kulturlandschaft Europas, die unter anderem durch die Rüben anbauenden Landwirte gepflegt wird. Europa verliert damit eine funktionierende bäuerliche Produktionsweise. Der sozial und ökologisch verträglich produzierte Zucker wird durch Importe aus der brasilianischen Dumpingproduktion ersetzt.
Die RÜBENBAUERN schätzen den Verlust auf 37 Mio. EUR, ein Viertel der europäischen Rübenabuern wird die Produktion einstellen müssen, das sind 100.000 bäuerliche Familien.



Der vermeintlich billige Zucker aus Brasilien

Die Zuckerproduktion in Brasilien steht exemplarisch für die ausbeuterischen Entwicklungen auf dem Weltmarkt für Zucker. Brasilien ist der weltgrößte Zuckerproduzent. Jährlich werden 24 Mio. Tonnen Zucker aus Zuckerrohr produziert, etwa 300 Betriebe erzeugen 75 % der gesamten brasilianischen Produktion. Die Anbaufläche je Betrieb beträgt 112,5 ha. Zum Vergleich: In Europa der EU-15 bewirtschaftet ein Betrieb 7,5 ha mit Zuckerrüben. In Brasilien ist die gesamte Zuckerproduktion nahezu vollständig in den Händen weniger Großbetriebe.
Die brasilianische Produktion ist eine ökologisch bedenkliche Massenproduktion in Monokultur, Brasilien beabsichtigt in Folge der Diskussion um die EU-Zuckermarktordnung und in Folge des WTO-Urteils einen weiteren Ausbau der Zuckerproduktion. Der brasilianische Zucker wird für 150,00 bis 200,00 EUR je Tonne auf dem Weltmarkt gehandelt, was nicht den realen Produktionskosten entspricht.
Bis heute sind die Zuckerrohrgebiete von Ausbeutung, Kinderarbeit, Hunger, Gewalt und Landkonflikten geprägt. Die eigentlich fruchtbaren Regionen im Nordosten und Süden, wo sich die Zuckerproduktion konzentriert, gehören zu den ärmsten Regionen der Erde - deshalb ist der brasilianische Zucker so "billig": Er wird von den Kleinbauern und ihren Kindern bezahlt.
Werden die Pläne von WTO und EU umgesetzt, so wird der brasilianische Zucker den europäischen Markt überschwemmen und den Zucker aus der sozial und ökologisch verträglichen Produktion verdrängen. Profitieren werden die Getränke- und Lebensmittelmultis sowie die brasilianischen Zuckerbarone. Die Konsumenten zahlen auf diese Weise nicht weniger und die Bauern verlieren ihre Existenz. Die geplanten Preissenkungen der EU werden in Europa vor allem der verarbeitenden Industrie zu Gute kommen, da Zucker zu Ÿ in verarbeiteter Form, zum Beispiel als Schokolade, Softdrinks oder Joghurt konsumiert wird.



"Freier" Welthandel: Entwicklungshilfe für die Zuckerbarone

Die derzeitige Agrarpolitik der EU unterstützt das Ziel der WTO, in allen Bereichen des Handels mit Waren und Dienstleistungen einen vollkommen unregulierten Weltmarkt zu etablieren. Die EU nimmt damit die Zerstörung der europäischen Zuckerwirtschaft in Kauf, und sie konterkariert alle Ansätze zu einem fairen globalen Wettbewerb, die mit dem AKP-Präferenz-Import und der Initiative "Everything But Arms" (EBA) geschaffen wurden. Die Europäische Kommission sicherte den LDC nun einseitig einen unbegrenzten zollfreien Marktzugang für Zucker ab Juli 2009 zu. Problematisch daran ist, dass dieses Abkommen auch so genannte Dreiecksgeschäfte zulässt. So kann beispielsweise Zucker aus der sozial und ökologisch unverträglichen Dumpingproduktion Brasiliens ab 2009 über die LDC zollfrei in die EU eingeführt werden darf.



EU verschärft die Situation durch unbegründete Preisreduktionen

Die Entwicklung zu einem unregulierten Markt auf Kosten der europäischen Landwirte und der Kleinbauern der Entwicklungsländer wird durch geplante Preissenkungen für europäischen Zucker noch beschleunigt: Die für den Zuckermarkt zuständige Generaldirektion Landwirtschaft hat der Europäischen Kommission radikale Preissenkungen vorgeschlagen, um den Forderungen der WTO nach einer umfassenden Marktliberalisierung zu begegnen.

Demnach wird der Preis für Zuckerrüben um 42 % und der Preis für Zucker um 39 % sinken.

Das bedeutet, dass der Mindestpreis für Zuckerrüben in Zukunft 25,00 EUR je Tonne beträgt statt 43,60 EUR je Tonne.
Der Referenzpreis für den fertigen Zucker würde nur noch rund 385,00 EUR je Tonne betragen statt 631,00 EUR.

Eine Umsetzung dieser Pläne nimmt das mittelfristige Ende der europäischen Rübenbauern in Kauf und das der dann nicht mehr konkurrenzfähigen Zuckerproduktionen vieler AKP-Staaten und der LDC.



Die RÜBENBAUERN wehren sich - für einen fairen Wettbewerb für fairen Zucker

Die Zuckermarktpolitik der EU ist unvereinbar mit den Forderungen der RÜBENBAUERN nach einem fairen globalen Wettbewerb und einer sozial und ökologisch fairen Produktion von Zucker auf der Welt. DIE RÜBENBAUERN lassen sich nicht ausspielen. DIE RÜBENBAUERN haben sich mit den Organisationen FAIRTRADE und AGEZ zusammengetan, um für ihre Ziele zu kämpfen.



Die Initiative schwarz oder weiß mit FAIRTRADE

Unter dem Titel "schwarz oder weiß" haben DIE RÜBENBAUERN gemeinsam mit FAIRTRADE (www.fairtrade.at) eine Informationskampagne gestartet, um Öffentlichkeit und Politik auf eine faire Alternative zur Liberalisierungspolitik der WTO aufmerksam zu machen. Gemeinsam haben die Organisationen Vorschläge für eine im Sinne des fairen Welthandels sinnvolle Umgestaltung der ZMO entwickelt. Beide Organisationen verbindet ihr Interesse an einem fairen globalen Wettbewerb für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Ausbeutung in den armen Ländern der Erde schadet auch der europäischen Landwirtschaft. FAIRTRADE ist ein Verein, der den gerechten Handel mit den Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas fördert. Die Organisation unterstützt Bauern, die nach den Prinzipien fairen Handels anbauen. DIE RÜBENBAUERN stehen für einen genossenschaftlich organisierten Anbau von Zuckerrüben unter fairen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen und unter Achtung der Umwelt.



Eine alternative ZMO: Kooperation mit AGEZ

DIE RÜBENBAUERN und die AGEZ Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit (www.oneworld.at/agez/) haben angesichts der von der EU betriebenen ungeschützten Liberalisierungspolitik Reformvorschläge für die Zuckermarktordnung entwickelt. AGEZ ist der Dachverband von dreißig österreichischen NGOs der Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit.
Die gemeinsam mit den RÜBENBAUERN entwickelten Reformvorschläge zielen darauf ab, in Europa und in den Entwicklungsländern eine sozial, ökologisch und ökonomisch verträgliche Zuckerproduktion und Zuckerverarbeitung aufzubauen bzw. zu erhalten. In den Entwicklungsländern soll das Überleben der Kleinbauernfamilien sichergestellt, Monokulturen verhindert und eine eigenständige Wertschöpfungskette für den Zucker etabliert werden. In Europa geht es um die Forcierung einer nachhaltigen und extensiven landwirtschaftlichen Produktion. In Europa produzierter Zucker soll in Europa seinen Absatzmarkt finden können.



Die Forderungen der RÜBENBAUERN

In enger Zusammenarbeit mit FAIRTRADE und AGEZ haben DIE RÜBENBAUERN Alternativen zur bestehenden Zuckermarktordnung entwickelt, die solidarisch Zugeständnisse auch für die Bauern in den Entwicklungsländern beinhalten. Die Forderungen im Einzelnen:

1. Einstellung des Exports von subventioniertem Zucker aus der EU
2. Verbesserung des Marktzugangs für Zucker aus den LDCs
3. Neuverhandlung der Quoten für AKP-Zucker nach Bedürftigkeit und Kompensationen der Länder
4. Verknüpfung der Lieferrechte für Zucker sowie Zuckerprodukte und entsprechende Förderungen mit der Etablierung und Einhaltung sozialer und ökologischer Mindestbedingungen. Unterstützung kleinbäuerlicher Strukturen.
5. Etablierung einer fairen, nachhaltigen und sozial verträglichen EU-Agrarpolitik. Förderung kleiner bäuerlicher Familienbetriebe, schärfere Kontrollen der Zuckerindustrie und der Zuckerverarbeiter.





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