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Um ihre Kulturlandschaft zum Beispiel. Und um ihre Umweltstandards. Um die lohnpolitische Sicherheit. Und um die beschäftigungspolitische Verantwortung. Um unvergleichliche Qualität und Vielfalt. Und um Fairneß im Wettbewerb. Fazit:
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Paradox, aber wahr: Billiger Weltmarktzucker käme uns teuer zu stehen. Denn mit dem Weltmarktpreis gäben wir das preis, was uns in Europa weltweit auszeichnet: unsere hohen gesellschafts-, umwelt- und sozialpolitischen Standards.
In jedem europäischen Zuckertütchen steckt das, was wir unserer Land- und Zuckerwirtschaft aus gutem Grund - und zu einem angemessenen Entgelt - abverlangen und was in Übersee eben nicht erbracht werden muß, nämlich umwelt- und sozialverträglich erzeugte Höchstqualität. Die tatsächlichen Kosten und Kostenunterschiede des Zuckers werden nur dann wirklich greifbar, wenn wir uns klarmachen, welches Maß landschaftlicher und volkswirtschaftlicher Ressourcenschröpfung andernorts für die Zuckererzeugung draufgezahlt werden muß. Dies sind Lasten, die auf den Preisschildern des Weltmarktzuckers nicht auftauchen. Sie machen deutlich, was unser Gemeinschaftszucker wert ist: seinen Preis.
Eine differenzierte Sicht verdient im übrigen die gesamte, als überteuert geltende, europäische Agrarpolitik. Daß sie die Hälfte des EU-Budgets ausmacht, ist mehr als verständlich. Denn im Gegensatz etwa zur Sozial- oder Rentenpolitik ist sie die bislang einzig wirklich gemeinsame Politik der EU. Mit Recht kann man daher der Agrarpolitik im Prozeß der europäischen Integration eine Vorreiterrolle bescheinigen.
Und die Zuckermarktordnung kann Modellcharakter innerhalb der europäischen Agrarpolitik beanspruchen: Sie besitzt den Vorzug, die öffentlichen Kassen nicht zu belasten. Und sie kommt unmittelbar der Landwirtschaft zugute. Deshalb hat sie stets breite politische Bestätigung gefunden: Die Ordnung ist in Ordnung. |
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